Selbstporträt der Künstlerin Manuela Bordihn am Klavier mit sichtbarem Cochlea-Implantat.

Selbstporträt der Künstlerin Manuela Bordihn am Klavier mit sichtbarem Cochlea-Implantat.

2026 · Acryl auf Leinwand · 120 × 80 cm · nicht verfügbar

Zwischen Hören, Musik und Malerei

„Die Klavierspielerin“ ist ein Selbstporträt. Es zeigt mich in einem stillen, konzentrierten Augenblick am Klavier – ganz bei der Musik und zugleich in einer eigenen inneren Welt. Nicht die äußere Handlung steht im Mittelpunkt, sondern das Versunkensein in einen schöpferischen Moment.

Meine angeborene Hörbehinderung gehört zu meiner Lebensgeschichte und hat meine Wahrnehmung wesentlich geprägt. Das Cochlea-Implantat ist im Bild sichtbar, ohne zum alleinigen Thema zu werden. Ich wollte es weder verbergen noch besonders hervorheben. Es ist ein selbstverständlicher Teil von mir und damit auch dieses Porträts.

Im Malprozess wurden der Hintergrund zunehmend dunkler und die Figur heller. Hände, Gesicht und Kleidung treten aus dem umgebenden Raum hervor, während sich Farbe und Licht hinter der Klavierspielerin verdichten. So verbindet das Werk Stille und Musik, persönliche Erfahrung und bildnerischen Ausdruck.

Das Werk in der Ausstellung

Im September 2026 wird „Die Klavierspielerin“ im Rahmen der Aktionswoche „125 Jahre Hörbehindertenbewegung“ in der Evangelischen Matthäus-Kirchengemeinde Berlin-Steglitz präsentiert.

In diesem Zusammenhang steht das Werk nicht nur als persönliches Selbstporträt, sondern auch für einen selbstverständlichen und würdevollen Umgang mit Hörbehinderung, Kreativität und individueller Lebensgeschichte.

17.–20. September 2026 · Berlin-Steglitz

Ausstellungen und weitere Anfragen

„Die Klavierspielerin“ ist ein unverkäufliches Schlüsselwerk und bleibt im Besitz der Künstlerin. Für Ausstellungsanfragen, künstlerische Projekte oder das Interesse an einer möglichen späteren Edition freue ich mich über eine Nachricht.